Schweden – ein Land wird Restaurant – kochen in der freien Natur

kochen in der freien Natur
Kochen in der freien Natur über dem Lagerfeuer

In der freien Natur zu kochen ist etwas sehr ursprüngliches und schönes. Was bislang für Pfadfinder und Survival-Geeks vorbehalten war wird nun salonfähig. Denn mit „Schweden – ein Land wird Restaurant“ ziehen schwedische Sterneköche in den Wald.

Ein Land wird Restaurant – und Du kannst einen Tisch buchen

Du träumst schon länger von einem sehr aufwändigen Picknick? Mitten Im Wald von der Natur in den Mund leben – Du hast aber Angst vor giftigen Pilzen? Du möchest Kochen wie ein Sternekoch, aber einfach? Dann bist Du bei „Ein Land wird Restaurant“ in Schweden genau richtig. Denn hierbei haben vier schwedische Köche, die mit einem Michelinstern ausgezeichnet sind ein Menü für Dirch zusammen gestellt.

Die Locations bei „Ein Land wird Restaurant“

Sieben Locations gibt es für die Aktion „Ein Land wird Restaurant“ – von Skåne über Småland und Värmland bis Lappland. In jeder der teilnehmenden Provinzen wurde eine typische Location ausgesucht und ein robuster Tisch und zwei robuste Sitzbänke mit Platz für 12 Personen aufgebaut. Das ideale Setting für das Kochen in der freien Natur. Da gibt es Plätze im Schärengarten und Plätze in urigen Wäldern.

Die Zutaten für das Kochen in der freien Natur

Für das Kochen in der freien Natur sammelt man die meisten Zutaten vor Ort. Bei der Aktion von Visit Sweden kannst Du Dir einen lokalen Guide buchen, der Dir hilft. Oder Du hältst die Augen auf und suchst selber. Zutaten, die dir zu kompliziert erscheinen kannst Du auch vorher kaufen. Wer z.B. nicht angeln mag, der bringt den fertigen Fisch aus dem Supermarkt mit.

Wo kann ich in Schweden in der freien Natur kochen?

Die sieben eingerichteten Plätze sind extra zum Kochen in der freien Natur eingerichtet. Du kannst die Tische direkt online buchen. Danach erhältst Du weitere Infos. Unter anderem kannst Du oft auch einen Guide buchen oder Ausrüstung zum Kochen.

Das Allemansrätten – das Jedermannsrecht erlaubt es Dir im Prinzip fast überall zu kochen. Aber natürlich musst Du dabei aufpassen. Wenn es zu trocken ist herrscht im Sommer Feuerverbot. Zu allen anderen Zeiten kannst Du im Wald kochen. Auf einigen Inseln und entlang einiger Wanderwege gibt es fertig eingerichtete Feuerstellen. Ansonsten empfiehlt sich auch die Mitnahme eines Spirituskochers oder Gaskochers. Wer nicht weit laufen muss oder mit dem Kanu unterwegs ist kann auch einen Dutch Oven verwenden.

Was kann ich in Schweden in der Natur kochen

Bei der Aktion „Ein Land wird Restaurant“ kochst Du das, was die Natur vor Ort hergibt. Das lässt sich aber vor Ort mit regionalen Produkten prima ergänzen. Vier Sterneköchen haben die schönsten Gerichte dafür erstellt. Hier eine kleine Liste, wie ich sie für jeden vorschlagen würde:

Quick and dirty

Wer sich nicht lange aufhalten möchte und ein sättigendes aber schnelles gericht zubereiten will, der macht Erbsensuppe. Erbsensuppe gibt es in Dosen in jedem schwedischen Supermarkt. Man mischt sie in der Regel mit einer halben Dose Wasser verrührt dies beim Erwärmen und fertig ist. Ein Topf, ein Feuer oder ein Kocher und ein Löffel pro Person werden benötigt – so einfach kann kochen über dem Lagerfeuer sein.

Rentierpfanne – rustikales Rezept für Kochen über dem Lagerfeuer

In schwedischen Supermärkten gibt es „Renskav“ in der Tiefkühltrune. Das ist Rentierfleisch ganz dünn geschnitten. Dazu nimmt man eine Zwiebel, etwas Butter, einen Bächer Creme fraiche oder Sahne (Grädde), Preiselbeeren aus dem Glas oder aus der Natur und Pfifferlinge selbstgesammelt oder gekauft. An Gerätschaften benötigt man eine große Pfanne, ein Lagerfeuer, einen Bratspaten, ein Moramesser und je eine Gabel pro Person.

Das Renskav mit Butter in die heiße Pfanne geben. Ständig wenden und mit einer Gabel und dem Messer die aufgetaute Oberseite abschaben und in kleiner Stücke auseinanderziehen. Pfifferlinge dazu geben und weiter braten. Dann mit Creme Fraiche, Preiselbeeren und Salz und Pfeffer abschmecken und direkt aus der Pfanne essen.

Das vollständige Rezept dazu findest Du hier: Rentierfleisch mit Pilzen und Stampfkartoffeln.

Kochen in der freien Natur wie ein Sternekoch

Für die Aktion „Ein Land wird Restaurant“ wurden einige Rezepte von Sterneköchen zusammen getragen. Das beste ist der „warm geräucherte Saibling mit Pfifferlingen“. Hier findest Du das Rezept aus „Ein Land wird Restaurant“.

Draußen kochen – das benötigst Du dafür

Wenn Du richtig nobel in der freien Natur kochen willst empfehle ich Dir einen zweiflammigen Gaskocher. Der erhitzt schnell, du kannst scharf anbraten und mehrere Sachen gleichzeitig machen. Ich verwende dafür den Primus Tupike. Hier findest Du den Primus Tupike im ausführlichen Test.

Wenn Du in Schweden Urlaub machst, dann findest Du die meisten Dinge günstig in einem Loppis.

Mit Glück findest Du einen Spirituskocher von Trangia oder Svea. Da ist alles mit dabei: Brenner, Töpfe und eine Pfanne, die auch als Deckel genutzt wird. Brennspiritus heisst in Schweden übrigens Rödsprit.

Alternativ kaufst Du Dir einen alten Topf und eine gusseiserne Pfanne für das Kochen über dem Lagerfeuer.

Für jeden noch einen Porzelanteller dazu, altes Besteck und schon bist Du komplett.

Mehr Informationen zu der Aktion „Ein Land wird Restaurant“ findest Du bei Visit Sweden

Kochen in der freien Natur - Ein Land wird Restaurant - Fotos: Visit Sweden / August Dellert

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