Was ist denn “rötmånaden”?
In Schweden liest man jetzt viel über den “rötmånaden”. Manch einer wird sich vielleicht fragen, was dies bedeutet bzw. woher dieser Begriff stammt.
Der Name ist identisch mit dem im deutschen Sprachraum angesiedelten “Hundstagen”. Dies bezeichnet eine Monatsperiode um den 22./23. bzw. 24. Juli bis zum 22./23. bzw. 24. August.
Typisch für diese Zeit ist die Tageswärme verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Dies begünstigt das Wachstum von Bakterien, weshalb es in früherer Zeit häufig zu Lebensmittelvergiftungen kam.
Der Aberglaube sagt auch von dieser Zeit, dass sich Menschen seltsam aufführen und unheimliche Dinge geschehen. Daher auch der Begriff rötmånadshistoria, was übersetzt soviel bedeutet wie Sage, Gruselgeschichte oder einfach eine Geschichte mit fantasievollen und unheimlichen Elementen. Ein weiterer Begriff aus dieser Periode ist rötmånadskalv. Dabei handelt es sich um ein Jungtier, was mit Missbildungen auf die Welt kommt. Die Menschen glaubten damals, solche Missbildungen könnten nur im rötmånaden passieren.
Ganz praktisch gesehen werden heute immer noch Tipps in Tageszeitungen zur Lebensmittelaufbewahrung gegeben. Man erfährt aber diese Zeit in Schweden meist auch sehr deutlich! Abends wird es kühl und feucht, Nebel liegt über Seen und Flüssen und die Zeit der lauen Sommernächte ist vorbei. So langsam kündigt sich der nahende Herbst an, gerade in Nordschweden können Sie trotz der wirklich schönen (und derzeit ist es so) warmen Sommertage schon hin und wieder den ersten Nachtfrost erleben.
Tribute
Ohne große Worte, ich hoffe man kann es in Deutschland sehen!
“Papa, ich liebe dich!”
Noch vor Jahren waren Ereignisse wie die in Oslo für die meisten von uns reine Fernsehbilder oder Beiträge in Zeitungen. Deswegen waren sie nicht minder dramatisch und schockierend. Aber zu Zeiten von Twitter und Co. rücken solche Dinge näher an uns.
Viele Nachrichten wurde während des Massakers auf Utøya via SMS, Twitter und Facebook verbreitet. Schreckliche und hilflose Schreie, das flehen nach Hilfe. Wir sind heute nicht mehr nur entsetzter Zuschauer, Leser oder Zuhörer, wir sind heute mittendrin.
Ein Blogbeitrag von Prableen Kaur Die Hölle auf Utøya zeigt uns in erschreckender Grausamkeit die Ereignisse.
Prableen schreibt:
Wir hatten nach den Explosionen in Oslo ein Krisentreffen im Hauptgebäude. Nach dem Treffen waren viele, viele vor dem Gebäude. Wir trösteten uns und waren froh, auf der Insel in Sicherheit zu sein. Niemand von uns wusste, welche Hölle in Kürze über uns hereinbrechen würde.
Sie beschreibt weiter, wie plötzlich Panik ausbrach und Schüsse fielen.
Alle begannen zu rennen. Der erste Gedanke war ‘Warum zum Teufel schiesst die Polizei auf uns?’
Prableen schreibt weiter, wie sie sich versuchen zu verstecken, erst im Haus, in einem Zimmer. Wie sie beschlossen, aus dem Haus zu fliehen, sich zu verstecken, nur wo? Und die unvorstellbare Angst, die in diesen Moment geherrscht hat. Als sie mit anderen aus dem Fenster springt und in den Wald läuft, gehen ihr nur ein paar Gedanken durch den Kopf.
Ist er hier? Schiesst er auf mich? Sieht er mich?
Die Jugendlichen versuchen, sich untereinander zu helfen, einer ist schwer verletzt. Sie flüchtet weiter, sucht Deckung hinter einer Mauer und will in Richtung Wasser, weg, nur weit weg.
Ich betete, betete und betete. Hoffte auf Gott…Ich rief meine Mama an und sagte ihr, wir würden uns vielleicht nie wieder sehen. Aber ich würde alles versuchen, es zu schaffen. Ich sagte mehrfach, wie sehr ich sie liebe. Ich hörte die Angst in ihrer Stimme. Sie weinte…
Ich schickte Papa eine SMS und sagte ihm, das ich ihn liebe. Ich schickte noch eine SMS an jemanden, den ich sehr, sehr mag…
Ich schickte eine SMS an meinen besten Freund. Er antwortete nicht. Wir hörten viele Schüsse und rollten uns zusammen. Alles was wir tun konnten, war uns zu wärmen. Da waren soviele Gedanken…
Papa rief an. Ich weinte und sagte ihm, das ich ihn liebe. Er sagte, er sei auf dem Weg zusammen mit meinem Bruder. Um mich zu holen, falls ich ans Festland schwimme. Oder er kommt auf die Insel und holt mich… Ich betete alles, was ich konnte…Es verging einige Zeit…
Die anderen um mich riefen ihre Eltern an oder schrieben SMS. Ich updatete Twitter und Facebook, das wir am Leben waren und auf die Polizei warten.
Und dann wird der Alptraum wahr, der Mörder trifft auf die Gruppe.
Ein Mann kam. ‘Ich bin von der Polizei’ Ich blieb liegen. Irgendjemand rief, er solle es beweisen…
Der Mörder begann zu schiessen. Er lud nach. Schoss weiter. Er schoss rund um mich.
Ich blieb liegen.
Ich dachte ‘Jetzt ist es vorbei. Er ist hier. Er trifft mich. Ich sterbe jetzt.’
Menschen schrien. Ich hörte, wie andere erschossen wurden. Wieder andere sprangen ins Wasser.
Ich lag da. Das Handy in der Hand…Eine SMS kam. Das Telefon klingelte mehrmals. Ich blieb liegen. Ich stellte mich tot.
Ich lag mindestens eine Stunde so. Es war komplett still. Ich hob vorsichtig den Kopf und schaute mich um, ob noch jemand lebte.
Ich sah Leichen. Ich sah Blut. Furcht. Ich beschloss, jetzt zu verschwinden. Ich lag auf einer Leiche. Zwei Leichen lagen auf mir. Ich hatte einen Schutzengel.
Ich wusste nicht, ob er noch einmal zurück kommt. Ich schaute nicht nach den ganzen Anrufen oder SMS. Ich hastete hinunter zum Wasser…
Dann beschreibt sie den Überlebenskampf im eiskalten Wasser. Wie sie sich an einem Gummiboot festhielt. Wie Retter kamen, Schwimmwesten auswarfen und versuchten, einen nach den anderen zu retten. Wie sie mit den anderen an Land gebracht wurde.
Ich weinte. Eine Frau nahm mich in den Arm. Es tat so gut…
Ein Mann lieh mir sein Telefon. Ich rief Papa an. ‘Ich lebe. Ich bin ok.’ und legte auf. Weinte mehr…
Völlig unbekannte Menschen halfen uns. Brachten uns in das Sundvollen Hotel. Ich lief umher und suchte meine besten Freunden. Ich sah niemanden.
Ich traf eine Freundin. Ich schluchzte laut und weinte. Wir nahmen uns in den Arm. Das war gut.
Ich ging umher und suchte Freunde. Weinte weiter. Ich registrierte mich bei der Polizei. Ich durchsuchte die Listen nach Namen. Ich wusste nicht, ob mein bester Freund noch lebte.
Prableen bekommt eine Jacke, sie wird versorgt, spricht mit einem Priester. Bekommt einen Laptop und updatet Twitter und Facebook. Nach einigen Stunden kommt ihre Familie und holt sie ab. Sie fahren nach Hause…
Orginalbeitrag:
http://prableen.origo.no/-/bulletin/show/672218_helvete-paa-utoeya
P.S. Es kann kleinere Fehler geben, mein norwegisch ist nicht perfekt. Insbesondere im Bezug auf den besten Freund bin ich mir nicht sicher, ist es eventuell die beste Freundin? Oder die Pluralform, beste Freunde??

Sammelpunkt Hotel in Sundvolden Foto: Nicklas Thegerström
Anschläge in Norwegen – Anteilnahme nicht nur in Schweden
Der Bombenanschlag von Oslo und das Blutbad auf der Ferieninsel Utøya sind weltweit die Schlagzeilen des Tages. Aus aller Welt erreichen Norwegen Sympathiebekundungen und Worte des Beileids.
In Schweden stehen die Menschen genauso unter Schock wie in Norwegen. Traditionell hat man enge Beziehen zum Nachbarland, man sieht sich als gemeinsames Brudervolk.
Carl Bildt, der schwedische Aussenminister, twittert: “Wir sind alle Norweger.”
Noch in der Nacht hatte der norwegische König Harald sich an die Norweger gewandt: “Jetzt ist es wichtig, das wir zusammen stehen und einander stützen.”
Auch der schwedische König Carl XVI Gustaf und Königin Silvia äusserten sich in einem Kommentar: “Wir haben mit Bestürzung und Abscheu von den Taten in Oslo und dessen Umgebung gehört. Ich bin mit König Harald in Kontakt und die Königin und ich haben unsere schmerzliche Anteilnahme mit allen Opfer und deren Angehörigen ausgedrückt. In solchen schweren Zeiten müssen wir füreinander da sein und uns gegenseitig unterstützen.”
Der Verband der schwedischen Muslime hat für Samstag eine Mahnwache angekündigt. Samaa Sarsour, Vorsitzender der Vereinigung, sagte: “Wir müssen unsere Solidarität mit dem norwegischen Volk zeigen. Heute sind wir alle Norweger.”
Und Ministerpräsident Jens Stoltenberg sagte heute früh auf einer Pressekonferenz: “Utøya war für mich das Ferienparadies meiner Jugend. Seit gestern wurde es in die Hölle verwandelt.”
Stoltenberg und Mitglieder Regierung sind zusammen mit Mitgliedern des Königshauses vor Ort und sprechen mit den Opfern und Angehörigen. Sie versuchen Trost zu spenden und trauern mit den Menschen.
Gegen Mittag gab dann auch der schwedische Ministerpräsident Reinfeldt noch einmal eine Pressekonferenz: “Das Ganze ist unfassbar…eine besinnungslose, feige Tat…”
Währendessen bietet der schwedische Geheimdienst seine Hilfe bei der Aufklärung an. In Stockholm wird unter anderem die norwegische Botschaft schärfer bewacht.
Aber auch die USA bieten Norwegen Hilfe bei der Aufklärung. Und Regierungsvertreter aus der ganzen Welt kondolieren Norwegen. “Wir stehen symbolisch an der Seite der norwegischen Regierung und des norwegischen Volkes.” so Angela Merkel.

Kronprinz Haakon mit Mette-Marit Foto: Nicklas Thegerström
Nationale Tragödie in Norwegen – Das mutmassliche Gesicht dahinter
Man kann es kaum in Worte fassen, die Dimension der Anschläge von Oslo sprengt jede Vorstellungskraft. Mindestens 91 Tote, darunter Dutzende Kinder und Jugendliche.
Und das Grauen bekommt ein Gesicht.
Anders Behring Breivik, so der Name des Mannes, der auf der Insel Utøya festgenommen und als Verdächtiger in Zusammenhang mit beiden Anschlägen gebracht wird.
Noch in der Nacht durchsuchte die Polizei dessen Wohnung, erst im Juni war er aus der Wohnung seiner Mutter ausgezogen. An seinem Wohnort Rena/Österdalen befinden sich verschiedene Militäreinrichtungen, so zum Beispiel das Heeres-Jägerkommando und die Heeres-Waffenschule. Bisher ist nicht bekannt, ob der Mann Kontakte zum Militär dort unterhalten hat.
Breivik war im Besitz verschiedener zugelassener Waffen.
Nach Angaben einer norwegischen Tageszeitung vertrat der Mann auf seiner Facebook-Seite rechtsextreme Ansichten, allerdings wurde dieses Profil gelöscht.
Breivik ist Mitglied einer norwegischen Freimaurer-Loge (St. Johanneslogen St. Olaus til de tre Søiler).
Laut norwegischer Presse gründete der mutmaßliche Täter verschiedene Unternehmen in den letzten Jahren. Unter anderen die Firma Geofram, ein Unternehmen für Pflanzgut. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass diese Firma als Tarnung genutzt wurde, um unbemerkt grössere Mengen Kunstdünger zu beschaffen. Dieser ist oftmals Grundbestandteil solcher Bomben.
Motiv und Auslöser für die Anschläge sind weiterhin unbekannt, der Mann wurde die ganze Nacht verhört.
Auch will die Polizei weitere Mittäter momentan nicht ausschliessen.
Weitere Links:
Explosion erschüttert Regierungsviertel in Oslo
Am heutigen Nachmittag um 15.26 Uhr erschütterte eine starke Explosion das Regierungsviertel in Oslo. Noch kann man nicht genau sagen, ob es sich um einen Terroranschlag gehandelt hat, aber gleich den schwedischen Behörden haben norwegische Sicherheitskreise in den letzten Monaten und Wochen nicht ausgeschlossen, dass das Land zum Ziel eines Anschlag werden könnte.
Bisher ist die Rede von einem Toten und 8 Verletzten, so das norwegische Staatsfernsehen.
Die Polizei spricht momentan von “Explosionen”, dies bestätigen auch verschiedene Augenzeugen in News-Sendungen von N24, N-TV, CNN, SVT und dem norwegischen Fernsehen. Mehrere Regierungsgebäude seien betroffen, darunter der Amtssitz von Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg. Dieser befinde sich aber in Sicherheit, so die Sprecherin der norwegischen Regierung Camilla Ryste.
Die Innenstadt von Oslo wurde weiträumig abgesperrt, es wurde Katastrophenalarm ausgelöst.
Update 14 – 16.09 Uhr:
Die Polizei bestätigt ein weiteres Todesopfer auf Utøya, somit erhöht sich die Zahl der Opfer auf 92.
Unterdessen wurde ein Bombenalarm in der Osloer Innenstadt aufgehoben, der nach einen Tipp an eine norwegische Tageszeitung für einen erneuten Polizeieinsatz gesorgt hatte. Abgesperrt war die Umgebung der amerikanischen Botschaft und des Friedensnobelpreis-Instituts.
Update 13 – 15.38 Uhr:
Die Zahl der Toten hat sich auf 91 erhöht. Inzwischen wurde ein zweiter Mann festgenommen, der mit einem Messer bewaffnet war.
Update 12 – 6.06 Uhr:
Die Horrormeldung kommt 03.51 Uhr aus Oslo. Mindestens 80 Tote gab es bei dem Massaker in einem Zeltlager der norwegischen Jungsozialisten auf der Insel Utøya. Damit gibt es bei beiden Anschlägen mindestens 87 Totesopfer. Diese Zahl ist unvorstellbar und sprengt jede Vorstellungskraft!
Und der norwegische Polizeichef Øystein Mæland sagt auf einer Pressekonferenz am frühen Morgen: “Die Lage ist nach wie vor unübersichtlich. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Zahl der Toten weiter steigt.”

Soldaten sichern die Innenstadt von Oslo Foto: Lars Lindqvist
Update 11 – 22.34 Uhr:
Die Terrorgruppe Ansar al-jihad al-alami weist die Aussage zurück, wonach sie für die Anschläge verantwortlich sei, so deren Sprecher Abu Suleiman al-Nasser. Auch die Sicherheitsbehörden in Norwegen weisen einen internationalen Terroranschlag zurück, scheinbar handelt es sich um einen politisch motivierten Terroranschlag innerhalb Norwegens. Die Polizei bestätigte auch, dass beide Anschläge zusammenhängen und vermutlich sogar von dem selben Täter durchgeführt wurden. Dieser war gegen 19.00 Uhr festgenommen wurden.
“Es steht noch nicht 100% fest, aber es deutet vieles daraufhin” sagte der Sprecher der Osloer Polizei, Are Frykholm.
Der Mann in der falschen Polizeiuniform wurde auch im Regierungsviertel vor der Explosion gesehen, wie er mit einem zivilen Auto wegfuhr. Kurz danach erfolgte die Explosion, so ein Zeuge.
Update 10 – 21.55 Uhr:
Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hat am Abend mit seinem norwegischen Kollegen Jens Stoltenberg gesprochen. “Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten. Wir werden jede Hilfe gewähren, wenn Norwegen diese benötigt.” so Reinfeldt.
Inzwischen wird die Zahl der Opfer unter den Jugendlichen auf der Insel Utøya vorsichtig nach unten korrigiert, die Polizei spricht nicht mehr von 25 bis 30 Toten, sondern von 9 oder 10 Todesopfern.
Auch das norwegische Militär ist vor Ort in Oslo und unterstützt die Rettungskräfte im Zentrum.
Update 9 – 21.25 Uhr:
Nach einer Bombenwarnung wurde der Zugverkehr von Oslo zum Flugplatz Gardermoen gestoppt. Dies bestätigte der Betreiber NSB der Presse.
Die Bevölkerung wurde zu Blutspenden aufgerufen, mit Hubschraubern werden die verletzten von der Insel in umliegende Krankenhäuser geflogen. Ärzte kämpfen noch immer um das Leben von vielen Jugendlichen.
Ministerpräsident Stoltenberg wurde an einen geheimen Ort gebracht, befindet sich aber nach Angaben aus Regierungskreisen in Norwegen.
Die islamische Terrorgruppe Ansar al-jihad al-alami übernimmt die Verantwortung für die Anschläge von Oslo. Experten sind sich allerdings nicht einig, ob dies wirklich dieser Gruppe zugeschrieben werden kann.
Update 8 – 20:54 Uhr:
Ein ganzes Land im Schockzustand! Das schwedische Fernsehen berichtet von 25 bis 30 Toten beim Amoklauf auf der Insel Utøya in einem politischen Jugendzeltlager der norwegischen Sozialdemokraten. Die 14 bis 18 jährigen Teilnehmer haben laut verschiedenen Zeitungen verzweifelt um Hilfe per SMS und Telefon gerufen. Das einzigste Boot, was zum Zeltlager gehört, ist verschwunden, viele versuchten, sich durch schwimmen auf das Festland zu retten. Der Fotograf Vegard M. Aas sagte in einem Zeitungsinterview “Das ist das schlimmste, was ich je in meinem Leben gesehen habe. Rund um das Lager liegen Tote am Strand.”
Der bisher unbekannte Täter war ausgerüstet mit einer schusssicheren Weste, einer Pistole und einem Gewehr mit Zielfernrohr. Er wurde selber angeschossen und dann festgenommen. Etwa 2 Stunden soll der Horror auf der Insel gedauert haben.
Update 7 – 19.50 Uhr:
Die Zahl der Todesopfer im Regierungsviertel hat sich auf 7 erhöht, dies teilte die norwegische Polizei gegen 19.30 Uhr mit.
Update 6 – 19.00 Uhr:
Oslo kommt nicht zur Ruhe. Kurz nach den Explosionen in der Hauptstadt gab es einen weiteren Anschlag auf ein Treffen des Jugendverbandes der schwedischen Sozialdemokraten. Ein Mann, verkleidet mit einer Polizeiuniform gab an, er wolle nach den Ereignissen in der Innenstand eine Routinekontrolle durchführen. Er eröffnete dann das Feuer, Zeugen sprechen von mindestens 4 Toten.
Die Veranstaltung wurde auf der Insel Utøya westlich von Stockholm durchgeführt. Morgen sollte dort der norwegische Regierungschef Jens Stoltenberg sprechen. Es befinden sich etwa 560 Personen auf der Veranstaltung. Weiteres liegt mir derzeit noch nicht vor, Updates folgen wie gewohnt.
Update 5 – 18.22 Uhr:
Der Hauptbahnhof in Oslo wird evakuiert. Ob im Zusammenhang mit dem ersten Bombenanschlag oder aufgrund einer Bombendrohung, ist nicht bekannt.
Laut dem Nachrichtensender N-TV werden die Botschafter in Stockholm in Sicherheit gebracht. Ich konnte allerdings dazu noch keine weiteren Quellen finden.
Die norwegische Polizei spricht derzeit von 2 Toten und 15 Verletzten.
Update 4 – 18.00 Uhr:
Der Einsatzleiter der norwegischen Polizei, Thor Langli, sagte “man habe noch keinen kompletten Überblick über die Schäden und den Explosionsort”. Derzeit würden Spezialkräfte der norwegischen Polizei nach weiteren Bomben suchen.
Update 3 – 17.38 Uhr:
Als Reaktion auf den vermeintlichen Anschlag in Oslos werden in Stockholm die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. “Selbstverständlich betreffen uns auch die Vorgänge in Oslo.” so Stefan Färdigs von der Stockholmer Polizei. Schwedische Polizei und schwedischer Geheimdienst koordinieren derzeit ihre Arbeit zum Schutz bestimmter Gebäude und Personen.
Die schwedische Regierung verfolgt die Abläufe in Norwegen, so Sebastian Carlsson, Pressesprecher von Fredrik Reinfeldt. Der Aufenthaltsort des schwedischen Regierungschef wird momentan geheim gehalten, laut schwedischen Fernsehen.
Update 2 – 17.25 Uhr:
Die norwegische Polizei warnt vor weiteren Bomben und spricht momentan von 2 Bomben. Die Anzahl der Toten ist auf 2 gestiegen. Allerdings liegen rund um den Explosionsort noch viele Verletzte, manche seien sehr schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte werden zusammengezogen und arbeiten auf Hochdruck.
Update 1 – 17.19 Uhr:
Offenbar gehen Polizei und Sicherheitsbehörden von einem Anschlag aus, das berichtet der Fernsehsender N24.
Nach Angaben der norwegischen Polizei rechnet man mit mehreren Toten. Auch spricht man in Polizeikreisen von “mindestens einer Explosion”, so die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter.
Ein wenig blabla über das Wetter
Geregnet hat es. Die sprichwörtlichen Bindfäden und das zwei Tage lang. Kein Grund zum meckern, denn die letzten Wochen waren heftig warm, ein Bilderbuchsommer in Nordschweden (oder zumindestens Teilen davon). Und da wir eh immer etwas hinterher hinken, passte das Wetter auch super genau in die Erdbeerzeit. Ich weiss nicht, wieviel wir bereits jetzt geerntet haben, aber ich schätze einmal, um die 40 bis 50 Liter werden es schon gewesen sein. Und es hängt immer noch alles voll.
So langsam beginnt jetzt die Wolkendecke wieder aufzureissen, die Sonne kämpft sich durch und der Wetterbericht verspricht wieder ordentliches Sommerwetter für die nächsten Tage. Das ist natürlich immer auch eine Ansichtssache. Der schwedische Wetterdienst (SMHI) hat in diesen Tagen irgendwo mal von einem typisch schwedischen Sommer geredet. Morgens blauer Himmel und Sonnenschein, dann bilden sich nach und nach Wolken und gegen Nachmittag/Abend gibt es kurze Regenschauer. Kein Dauerregen, einfach nur hin und wieder kurze Duschen…
Wobei dies auch immer so relativ ist. Meist tritt nämlich genau das Gegenteil ein. Tagsüber ziehen Wolken umher, gegen Abend verschwinden diese und es gibt blauen Himmel von einem Horizont bis zum anderen. Auch nicht schlecht, mag vielleicht der ein oder andere sagen. Schliesslich wird es ja nicht dunkel. Aber es wird kalt. Gerade erst letzte Woche hatten wir ein solches Beispiel. 4 Grad hat das Thermometer angezeigt. Mitten im Juli. Das war auch für uns nach all den Jahren eine neue Erfahrung. Ich meine, mit Nachtfrost ab der zweiten Augusthälfte muss man schon rechnen, aber im Juli? Braucht niemand!
Was natürlich ein positiver Aspekt solcher Wettersituationen ist, es gibt unglaublich tolle Landschaftsmotive zu fotografieren. Gerade wenn die Luft kälter ist als das Wasser in den Seen und Flüssen, dann bilden sich tolle Nebelgebilde. Und da uns der Weg zum Nachtdienst immer an solchen malerischen Seen vorbeiführt, springt auch immer einmal ein solch schönes Motiv ab.
Soviel erst einmal für heute, so richtig bin ich momentan nicht in der Stimmung, Riesenbeiträge zu verfassen, es gibt einfach noch zuviel draussen zu tun. Und aktuell passiert eh nicht viel bei uns in Schweden, es ist Urlaubszeit und damit natürlich auch Nachrichtensommerloch
Also werd ich ein wenig an der Schweden Wiki schrauben, ein paar neue Seiten platzieren und es ruhig angehen lassen.

Videotipp: Ace of Base
Sie waren in den 1990iger Jahren megaerfolgreich. Nicht nur in Schweden, sondern international. Der typische Sound von Ace of Base inspirierte solche Grössen wie Lady Gaga und Kate Perry. Seit dem letzten Jahr startete Ace of Base wieder mit einem neuen Album. Allerdings ohne die beiden Frontfrauen Jenny und Malin Berggren. Malin hatte bereits 1998/1999 begonnen, sich aus der Band zurückzuziehen. Ihren Ausstieg vollzog sie dann 2007. Zwei Jahre später folgte ihr Schwester Jenny. Ihr Bruder kündigte daraufhin an, das Projekt Ace of Base mit zwei neuen Sängerinnen fortzusetzen. Seit 2010 sind Clara Hagman und Julia Williamson als Frontfrauen in der Band. Clara war 2009 Teilnehmer bei Idol, dem schwedischen Gegenstück zu DSDS, schaffte es aber dort nicht unter die ersten 12.
Was genau sich hinter den Kulissen abgespielt hat, was der Grund für Jenny war, Ace of Base zu verlassen und wie das Verhältnis zwischen den Geschwistern ist, das kann man nur spekulieren. Folgt man Jennys Tweets, dann sieht das nicht unbedingt nach bester Familienidylle aus, leider:
http://twitter.com/jennyberggren/status/5612233057
http://twitter.com/jennyberggren/status/6206340746
http://twitter.com/jennyberggren/status/5612200582
http://twitter.com/jennyberggren/status/9753660548
Vorangegangen waren einige Zwistigkeiten bezüglich der Namensgebung. Die Rechte am Namen Ace of Base halten alle 4 Orginalmitglieder.
Nun aber das Video
Welcher Sprachkurs für den Urlaub?
Man merkt es deutlich, wann die Urlaubszeit beginnt
Dann purzeln Mails ein: “Welche Sprachschule könnt ihr empfehlen?” oder “Welche Reiseroute ist interessant?” und so weiter in dieser Art.
Jeder entscheidet sich da im Grunde nach seinen persönlichen Vorlieben, inwieweit er die Sprache des Gastlandes im Vorfeld erkundet oder nicht.
Erste Wahl sind Sprachführer
Für die meisten wird wohl ein kleiner Reiseführer ausreichen. Kompakt, oftmals mit wirklich guten Tipps und einem Abschnitt über die gebräuchlichsten Redewendungen. Hier kann ich definitiv den Sprachführer von Marco Polo empfehlen (Link am Ende des Artikels). Bekannte haben den im letzten Jahr mitgebracht, ich hab ihn ein wenig unter die Lupe genommen und war angenehm überrascht. Wirklich viele praktische Beispiele und Redewendungen!
Der “Hauslehrer”
Wer gern etwas tiefer einsteigen will, der kann sich gleich einen ganzen Sprachkurs zum selberlernen ins Haus holen. Dies geht dann schon über die übliche “Urlaubssprache” hinaus. Kenn ich von Leuten, die öfters nach Schweden kommen und auch ein paar Brocken schwedischer Unterhaltung einwerfen wollen. Ich habe hier nicht sehr viele Vergleichsmöglichkeiten, bisher habe ich nur einen einzigen Sprachkurs bestellt gehabt, das war der von Langenscheid. Aber dafür muss ich sagen, es gab auch keine Veranlassung, einen anderen zu suchen.
Die Volkshochschule
Und dann gibt es noch die ganz “Harten” Besucher, die sich wirklich intensiv auf ihren Besuch in Schweden vorbereiten und ein Jahr lang Abends in die Volkshochschule gehen, um Schwedisch zu lernen.
Viele VHS bieten solche Kurse an, machen Sie sich im Vorfeld einfach einmal schlau, ob es solch einen Kurs bei Ihnen gibt. Fragen Sie auch, ob der Unterricht von einem Muttersprachler gehalten wird, dies kann enorme Vorteile haben! Wie hoch die Kosten liegen, weiss ich leider nicht, auch hier einfach einmal anfragen!
Apps fürs iPhone
Da ich selber kein Android-Telefon habe, kann ich leider dazu wenig sagen, ob und welche Apps es da gibt. Für das iPhone oder das iPad kann ich aber welche empfehlen, zuerst wäre da
iTranslate (kostenlos)
http://itunes.apple.com/de/app/itranslate-free-translator/id288113403?mt=8
Ganz brauchbar, wenn man mal schnell einige Wörter nachschlagen will.
myLanguage (kostenlos)
http://itunes.apple.com/de/app/mylanguage-free-translator/id306752957?mt=8
Auch wie oben, ganz brauchbar.
Lingopal Schwedisch LITE (kostenlos) oder Lingopal Schwedisch (0,79 Euro)
http://itunes.apple.com/at/app/lingopal-schwedisch-lite-sprechender/id359332153?mt=8
http://itunes.apple.com/de/app/lingopal-schwedisch-sprechender/id325151041?mt=8
Das ist schon etwas umfangreicher, mit kompletten Sätzen und Phrasen. Nach meiner Meinung auf jeden Fall verwendbar und mit diesem Preis auch nicht gerade eine Hürde ![]()
Aber passen Sie auf! Dieser Sprachführer enthält auch einige deftigere und anzügliche Redewendungen! Werfen Sie diese nicht in ein Gespräch ein, dies könnte zu unbeabsichtigten Reaktionen Ihres Gegenübers führen!
Der Schweden-Tipp Tipp

