Polarlicht sehen und fotografieren

Polarlicht in Lappland
Polarlicht in einer Winternacht Lapporten Laponia

Polarlicht in Schweden. Aurora Borealis, die Polarlichter gibt es in Schweden das ganze Jahr. Sehen kann man sie allerdings nur im Winter, wenn die Polarnacht dunkel genug ist. Je näher man am Nordpol dran ist, desto besser kann man das Polarlicht sehen. Wo und wie es in Nordschweden am besten geht beschreibe ich dir hier.

Polarlicht am besten in Nordschweden zu sehen

Wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonnenwinde auf die äußere Erdatmosphäre treffen, dann leuchten sie. Diese Erscheinung tritt am häufigsten an den magnetischen Polen der Erde auf und sind deshalb am besten in den polaren Regionen zu sehen. Im Norden als Nordlicht Aurora Borealis, im Süden als Südlicht Aurora Australis.

In langen Winternächten in Lappland ist das Nordlicht am besten zu sehen

Man kann Polarlicht bei Ausnahmesituationen auch weiter südlich sehen. Sogar bis zu den Kanaren und nach Griechenland hat es schon Beobachtungen gegeben. Am häufigsten und stärksten siehst Du das Polarlich aber in den Polregionen. Also nördlich des Polarkreises in Nordschweden. Jokkmokk liegt 7km nördlich des Polarkreise, der Flughafen in Kiruna sogar noch weiter nördlich. Hier ist es um den 21. Dezember Tag und Nacht dunkel. Beste Bedingungen also um das Nordlicht zu beobachten.

Unterschiedliche Häufigkeit von Jahr zu Jahr

Je heftiger die Sonnenwinde wehen, desto besser ist das Polarlicht bei uns in Nordeuropa zu sehen. Die Stärke der Sonnenwinde hängt von der Menge der Sonnenflecken ab. Diese schwanken in einem Zyklus von 11 Jahren. Und mit ihnen auch die Häufigkeit der Polarlichter.

Im jahr 2013/2014 war das letzte Maximum an Nordlichtern zu sehen. Um 2018 ist ein Minimum zu erwarten. Dennoch hast Du auch 2018 gute Chancen in Lappland einige starke Polarlichter zu sehen. Bis zum Jahr 2024 nimmt die Häufigkeit und Intensität der Nordlichter wieder zu und damit verbessern sich auch die Chancen ein Polarlicht zu beobachten.

Polarlicht fotografieren – Tipps und Tricks

Der wichtigste Tipp zum Fotografieren von Polarlicht: Lass es sein und genieße den Augenblick… Ich habe unendlich viele Fotos von Sonnenuntergängen gemacht, bis ich gelernt habe, dass man besser kein einziges Foto macht und den Sonnenuntergang genießt. Ähnlich ist es mit dem Fotografieren von Nordlicht. Denn in den polaren Regionen dieser Welt leben auch Profifotografen, die sich über viele Jahre und viele Polarlichter an die optimale Polarlicht-Fotografie herantasten können und aus einer großen Auswahl wählen können.

Für diejenigen die es trotzdem selber probieren wollen hier ein paar Tipps für gute Polarlicht-Fotos:

Das richtige Equipment

Du brauchst auf alle Fälle ein Stativ, ein Weitwinkelobjektiv, einen Drahtauslöser sowie geladene Akkus

Die richtigen Einstellungen beim Fotografieren

Du musst die Blende ganz öffnen und den Fokus (die Schärfe) auf unendlich stellen. Für die Belichung beginnst Du am besten mit 15 Sekunden und schaust dir dann das Ergebnis an. Polarlicht ist zwar eine starke Erscheinung, aber trotzdem für eine Kamera sehr Lichtschwach.

Das richtige Motiv

Wenn Du nur den Himmel fotografierst werden Polarlichtbilder schnell langweilig. Deshalb solltest Du Dir ein wenig Silhuette drum herum gönnen. Wenn Du ein Haus mit Licht dabei hast, dann achte darauf, dass das Licht nicht alles überstrahlt.

Die richtige Kleidung

Wenn dich das Jagdfieber packt, dann kann es länger dauern als du geplant hast. Je öfter du die Hände aus den Handschuhen nimmst, desto schneller frierst Du durch. Pack Dich also beim Fotografieren von Polarlicht warm ein. Eine dicke Jacke, Funktionswäsche aus Merinowolle, eine Balaclava und eine gefütterte Hose.

Wann ist die beste Zeit zum Polarlicht sehen?

Das kann dir keiner genau sagen, das ist wie mit der Wettervorhersage. Weil es aber nichts gibt was es nicht gibt, gibt es auch eine Polarlicht Vorhersage.

 

Fotos: Imagebank Sweden / Hjalmar Andersson, Asaf Kliger

 

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